Handyhülle selbst gemacht!

Schnittmuster:

selbst erstellt

Natürlich sind im Netz einige Schnittmuster für Handytäschchen zu finden, auch Freebooks, aber ich hatte mir da schon so meine eigenen Gedanken gemacht, wie meine Handy-Hülle aussehen soll.

Außerdem ist hier gerade ein „FoldOver“ von Hansedelli aus dem wunderschönen schwarz-grauen Jaquard Textilwachstuch von Stoff und Stil im Entstehen, dass ich bei unserem Kurzurlaub in Berlin direkt dort im Laden gekauft habe, und die Handytasche sollte ja auch vom Design dazu passen.

Schnittmuster nähen Handyhülle 2

Nähen:

Ich hab also mein Handy auf ein Blatt Papier gelegt und die Umrisse aufgezeichnet. Dann habe ich in der Breite und in der Höhe ca. 2,5 cm hinzu addiert. Schon hat man den ersten Teil (für Vorder- und Hinterseite) des Schnittmusters fertig.

Zusätzlich hat das Täschchen noch eine schräge aufgesetzte Tasche aus Leder bekommen welches einlagig ist und an der Kante nur umgeklappt und abgesteppt wurde. Ich hatte die Befürchtung, dass die Seitennaht sonst zu knubbelig wird.

Schnittmuster nähen Handyhülle 3

Die Innenseite der Hülle hab ich übrigens aus einem großen schwarzen Brillenputztuch genäht. So wird das Handy direkt bei jedem Rausziehen gereinigt … sehr praktisch! 😉

Da ich verhindern wollte, dass das Telefon, wenn es in der Tasche liegt, aus dem Täschchen rutscht, musste natürlich auch ein Verschluss her. Erst wollte ich KamSnaps benutzen, bin dann aber doch davon abgekommen und dann bei der Knopf-Lösung gelandet.

Schnittmuster nähen Handyhülle 5

Für die Lasche hab ich zwei  ca. 5 cm breite und 15 cm lange Stoffstreifen zugeschnitten, die ich an der einen Seite halbkreisförmig zugeschnitten habe. Sie werden erst rechts auf rechts zusammen genäht, gewendet und dann nochmal von rechts abgesteppt.

Beim Zusammennähen der Innen- und Außentasche wird die Lasche dann einfach mit einenäht und so ist auf der Außenseite kein Naht zu sehen.

Schnittmuster nähen Handyhülle 6

Dadurch, dass ich auf beiden Seiten der Lasche Knöpfe angebracht habe, kann die Handytasche auch auf der Rückseite verschlossen werden und so z.B. am Gürtel befestigt werden.

Schnittmuster nähen Handyhülle 7

Der Gummi wird übrigens erst ganz zum Schluss, beim Schließen der unteren Naht, mit eingenäht. In die Enden hab ich je einen festen Knoten gemacht, damit der Gummi nicht rausrutschen kann.

Ich habe den Stoff übrigens nicht mit Vlies verstärken müssen, da das tolle Textilwachstuch von „Stoff und Stil“ schon steif genug ist. Wenn ich allerdings mit normaler/dünner Baumwolle genäht hätte, dann hätte ich mindestens mit „Schabrackeneinlage“ (S320) oder sogar „Decovil 1 light“ verstärkt!

Ich liebe mein neues Händy-Täschen auf jeden Fall jetzt schon 🙂 und wenn Bedarf besteht, dann würde ich euch gerne das Schnittmuster mit Anleitung zur Verfügung stellen. Schreit einfach laut HIER, wenn gewünscht, dann setze ich mich dran und mach euch eine Nähanleitung!!!

Stoffe:

Textilwachstuch Jaquard grau/schwarz von „Stoff und Stil“

Schwarzes Leder (geschenkt bekommen von einer lieben Freundin)

Verlinkt bei RUMS und TT.

3 Gedanken zu “Handyhülle selbst gemacht!

  1. Eine tolle Handytasche hast du da gezaubert. Die passt auch ganz hervorragend zum neuen Portemonnaie, dass ich heute von Hansedelli auf dem Blog hab. Und von meinen Stoffen sind auch noch Reste da, ich glaube, da muss ich auch noch ne Handytasche nähen 😉 Und die Variante für den Gürtel finde ich super – das kann ich im Büro gut gebrauchen!
    Wonach hast du dann die Länge des Gummibandes bestimmt? Hätte Angst es nachher zu lang oder kurz zu wählen.

    Liebe Grüße,
    Anni von annimamia.de

    1. Vielen Dank liebe Anni,

      Witzig, den Probenäh-Aufruf hab ich auch gelesen und überlegt mich zu bewerben. Hab´s allerdings dann doch nicht gemacht. Eigentlich schade! Dein Geldbeutel ist echt toll geworden. Ich mach mir, glaub ich auch noch einen … 😉 Etwas Stoff ist noch übrig!

      Nun zu deiner Frage:
      Um die länge des Gummibandes zu ermitteln, habe ich die Klappe, im noch ungewendeten Zustand, nach unten geklappt und den Gummi agehalten (von der Unterkante bis zur Stelle an der später die Knöpfe sind). Am besten macht man gleich (beim Messen) noch die Knoten rein, damit der Gummi dann nicht zu kurz wird. Nun wird die untere Naht geschlossen und damit der Gummi eingenäht. (Gummi nach innen legen!) Dann wenden -> Gummi ist Außen!
      Zuletzt werden die Knöpfe angebracht. Hier kannst du dann noch etwas ausgleichen und die Knöpfe weiter oben oder unten festnähen. (Bei mir hat es aber genau so gepasst, wie vorgesehen.)

      Ich hoffe das war verständlich? Ist ohne Bilder gar nicht so einfach. 🙂

      Liebe Grüße, Verena

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