Sweat-Reste-Decke 2

Schnittmuster:

Frei Schnauze

Schon während des ganzen letzten Jahres hab ich übrige Sweatstücke, die zu klein waren um sie noch zu Kleidung zu verarbeiten, direkt zu Quadraten (12×12) geschnitten. Denn da ich meine erste Sweatdecke so liebe, war klar dass aus den anderen Resten auch wieder eine kuschelige Decke werden sollte.

Besonders praktisch ist es auch, dass man so seine Reste sehr platzsparend aufbewahren und bei genügend vielen Quadraten sofort loslegen kann.

Tatsächlich hat es dann doch ganz schön lange gedauert, bis ich das Projekt in Angriff genommen habe und so ist dann zum Ende des Jahres ein tolles Weihnachtsgeschenk entstanden.

Nähen:

Bei so einem großen Projekt hab ich immer ein bisschen Probleme mit dem Platz, da ich die Quadrate nicht wirklich zufällig an ordne. Ich wollte zwar kein Muster legen, aber schon darauf achten, dass keine gleichen oder zu ähnlichen Stoffe nebeneinander liegen.

Deswegen lege ich die Decke immer vorher zur Probe auf den Boden und nähe dann die einzelnen Quadrate zu Steifen zusammen. Diese nummeriere ich durch, damit ich sie beim zusammennähen der gesamten Decke nicht mehr verwechseln kann.

Vor dem Zusammennähen der Streifen mach ich mir (auch bei Sweat!) die Mühe und bügel die Nahtzugaben auseinander. So hat man es später leichter beim Nähen und auch beim Quilten (falls man das machen möchte).

Da ich dieses Mal aber mal eine neue Methode ausprobieren wollte, fällt das Quilten hier aus. Ich hatte nämlich bei Miriam von Mecki macht eine Decke gesehen, die zusammengeknotet ist, nicht genäht. Das sieht hübsch aus und ist mal was anderes. Da ich mir nicht ganz sicher war, welches Garn ich dafür verwenden soll, hab ich sie einfach gefragt und folgenden hilfreichen Tipp bekommen:
„Es eignet sich ein reines Baumwollgarn wie z.B. ein dünnes Häkelgarn sehr gut … es sollte in das Öhr einer „klassischen Stopfnadel“ passen, dann kannst du damit noch gerade so durch die Stofflagen stoßen. – bin gespannt, viel Erfolg.“

Praktischerweise hatte ich kürzlich ein paar Reste Stickgarn von meiner Mama bekommen, welches mir passend erschien. Zwar kein wirklich farblich passendes, aber für die paar Knoten wollt ich jetzt nicht extra was neues kaufen.
Im Internet hab ich dann noch rausgefunden, dass man statt eines normalen Doppelknoten lieber einen Kreuzknoten machen soll, da der fester ist und auch mehreren Wäschen standhält.

Da die Quadrate recht klein sind, hab ich nicht in jeder Naht-Ecke einen Knoten geknüpft. Erstens weil das ewig gedauert hätte (und Weihnachten dann plötzlich doch schneller da war, als gedacht) und zweitens, weil es tatsächlich auch nicht unbedingt notwendig ist. Ich hab zwar gelesen, dass man im Abstand von 10-15 cm knoten soll, aber mir reicht es so auch.

Damit Ober- und Unterseite beim Knoten nicht verrutschen, hab ich sie vorher mit auswaschbarem Sprühkleber zusammengeklebt. Das klappt wirklich super und macht viel weniger Arbeit als die ganze Decke überall mit Nadeln zusammenzuheften.

Die Rückseite ist übrigens ein Baumwollfleece, obwohl es gar nicht so einfach war einen Fleece ohne Plastik zu finden. Schließlich bin ich dann bei „Alles für Selbermacher“ fündig geworden. Ich hab allerdings die Befürchtung, dass sich da ein Pilling nicht verhindern lässt.
[Bevor ich das Fleece vernäht habe, wurde es einmal bei 40°C gewaschen und hat eine Runde im Trockner gedreht. Da ist schon einiges an Material abgegangen.]

Eingefasst hab ich meine Decke mit einem selbstgemachten Schrägband aus Webware. Leider hab ich es nicht geschafft immer ganz gleichmäßig zu arbeiten, aber ein Bandeinfasser für meine Janome ist schon bestellt und so wird mein nächstes Binding hoffentlich gleichmäßiger.

Allerdings wird es nun wieder eine Weile dauern, bis die nächste Decke entsteht. Ich muss ja erst wieder Quadrate schneiden.

Über dieses Exemplar hat sich der neue Besitzer auf jeden Fall sehr gefreut und ich hoffe die Decke wird ihm gute Dienste leisten und viele kuschelige, warme Abende bescheren. Oder gemütliche Mittagsschläfchen.

Stoffe:

Diverse Sweatreste

Bio-Baumwoll Fleece – Uni – Melange – Taubenblau von „Alles für Selbermacher“

Baumwoll-Webware von „Stoff & Stil“

Verlinkt bei DVDHOT, und Creadienstag.

5 Gedanken zu “Sweat-Reste-Decke 2

  1. Wow, was für eine tolle Decke und was für eine Arbeit!. Vor allem aber bewundere ich, wie akurat alle Nähte und Ecken aufeinander passen. Selbst mit Lineal und Rollschneider bekäme ich nicht so gleichmäßige Quadrate hin! Ganz zu Schweigen von derart exakten Nähten! Hut ab!
    Herzliche Grüße Irene

  2. Tolles Teil hast du genäht, gefällt mir sehr. Sind es nur Sweatstoffe oder auch Jersey? Will auch so eine nähen, aber habe fast nur Jerseys.
    Liebe Grüße von Mo

    1. Dankeschön liebe Mo,
      Ich habe hier nur Sweat verarbeitet, aber es funktioniert genauso gut mit Jersey. Ich wollte nur nicht mischen. Außerdem sollte es eine warme kuschelige Winter-Decke werden. Da passte Sweat einfach besser.
      Liebe Grüße, Verena

  3. Boah, die Decke ist ja toll! Ich habe so einen Stapel in Jersey zu Hause liegen, traue mich aber immer wegen der Einfassung an den Ecken nicht ran. Vielleicht muss ich das doch mal machen. Solche Decken sehen einfach zu gemütlich aus.
    Toll finde ich die Idee mit dem Knoten, vielen Dank für den Impuls! Das merke ich mir mal
    Viele Grüße, Meike

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