RÅSKOG meets SKÅDIS – Nähkram gut verstaut!

Heute gibt´s mal nix genähtes.

Und trotzdem hat es was mit Nähen zu tun. Im weitesten Sinne. Nämlich mit der Aufbewahrung von Nähkram.

Da ich mein Nähreich im Wohnzimmer habe, kann ich mich nicht völlig ausbreiten, will aber die wichtigsten Sachen gerne immer griffbereit haben. Dafür habe ich mir so einen Servierwagen beim Möbelschweden besorgt, den ich schon lange etwas aufpimpen wollte um noch mehr Unterbringungsmöglichkeiten zu haben. Auf Pinterest hab ich mir einige Inspiration holen können, nur so ganz überzeugt haben mich die Lösungen dort optisch nicht. Entweder viel zu überladen oder einfach nicht optimal gelöst. Also hab ich mir selbst was überlegt.

Und falls jetzt jemand Lust bekommt sich auch so etwas zusammenzubasteln, kommt nun die Anleitung für euch.

Genug Zeit dafür hat jetzt ja wahrscheinlich eh fast jeder. Denn wenn man sich eigentlich nirgends anders mehr aufhalten soll, als in seiner Wohnung, kommt so ein kleines Heimwerker-Projekt doch wie gerufen.
Leider sind seit heute alle „unwichtigen“ Geschäfte geschlossen, was natürlich auch für IKEA gilt. Aber online einkaufen ist ja noch möglich. Wer also die benötigten Teile nicht zuhause hat, macht einfach schnell eine Online-Shoppingtour?

Es wird folgendes benötigt:

1 x RÅSKOG Servierwagen
1 x SKÅDIS Lochplatte Holz 56×56 cm
4 x Schrauben mit Plastikkopf (Zubehör von der Lochplatte)
4 x Metallschrauben mit Senkkopf (gleicher Durchmesser wie andere Schrauben)
8 x Mutter (passend zum Gewinde der Schrauben)
8 x Beilagscheibe (passend zur Schraube)
4 x Rohrschelle verzinkt [TxB 20×86,5 mm] für Rohr-Durchmesser 1 Zoll oder 25 mm (Ist etwas größer als der Rohr-Durchmesser vom Servierwagen.)
4 x Stück weichen Kunststoff für die Rohrschelle (zum Ausgleichen des Durchmessers und zum Verhindern, dass die Platte rutscht)
Ich habe hier einen alten Schaumstoff-Fahrradgriff zerschnitten. Das funktioniert prima!

Außerdem:
Bohrmaschine, Säge, Schleifpapier, Holzbohrer (passend zur Schraube) und einen Senker (um die Schraube bündig zur Platte zu versenken).

Zusätzlich natürlich noch diverses Zubehör, welches für die Lochplatte zu haben ist. Z.B.: Haken, Elastikband, Behälter (mit Deckel), etc. …

Los geht´s!

Zuerst muss die Lochplatte mittig durchgesägt werden. Dafür ermittelt ihr euch die Lochreihe, die in der Mitte der Platte verläuft und sägt genau am Rand der Lochung entlang. Danach wird die gesägte Kante mit dem Schleifpapier glatt und an den Ecken eine Rundung geschliffen.

Nun muss an dem zweiten Teil ebenfalls an der Lochreihe entlang gesägt werden. Dabei fallen dann die kleinen Teile, welche zwischen den Langlöchern noch stehen geblieben sind, ab.
Wieder schleifen … und die Platten sind schon mal in der richtigen Größe.

Da die Rohrschellen ihre Bohrlöcher nicht in dem selben Abstand haben, wie die Lochplatte kann pro Schelle nur ein Langloch (roter Pfeil) genutzt werden. Das Zweite (schwarzer Pfeil) muss in die Platte gebohrt werden.

Am Besten legt man sich dafür die Rohrschellen so auf die Lochplatte, dass das eine Loch der Schelle auf dem Langloch liegt und das andere zwischen den nächsten beiden Langlöchern (Bild unten). So kann man sich ganz prima anzeichnen, wo gebohrt werden muss.

Achtung! Damit die Lochplatte später nicht wackelt, wird sie oben und unten an unterschiedlichen Rohren fixiert. Also aufpassen, dass ihr nicht beide Bohrlöcher von einer Seite her anzeichnet!

Nachdem ihr gebohrt habt, ist es wichtig das Bohrloch auf der Vorderseite so weit zu senken, dass der Schraubkopf nach dem Festschrauben bündig zur Platte ist. So stört sie später weniger. Wenn man keinen Senker hat, kann man natürlich auch eine Schraube mit Flach- oder Rundkopf nehmen. Die steht dann allerdings später über.
Genauso wie die Original-Schraube, die wir ja ebenfalls verwenden. Vielleicht könnte man diese auch durch eine (größere) Senkkopf-Schraube ersetzen, aber die Montage ist leichter mit der Ikea-Schraube. Ihr werdet sehen!

Und nun geht´s auch schon los mit Festschrauben:

Als erstes holt ihr euch jetzt jemanden, der euch die Lochplatte an der richtige Stelle fixiert, damit sie nicht ständig wegrutscht. Zwei Hände reichen hier nämlich nicht wirklich aus. [Ich hab mir statt dessen ein Buch drunter gestellt, damit ich den richtigen Abstand zum Boden habe. Aber das war mehr als wackelig und ein paar helfende Hände wären echt besser gewesen!]

Dann fixiert ihr als erstes oben die Rohrschelle mit der Senkkopfschraube zwischen den beiden Rohren vom Servierwagen. Vergesst nicht vorher den Kunsststoffstereifen in die Lochschelle zu legen (Bild oben) und passt auf, dass er beim Festschrauben nicht verrutscht.
Die Beilagscheibe sitzt dabei zwischen der Schelle und der Mutter (Bild unten).

Ich hab die Mutter mit der Hand festgezogen, bis es nicht mehr weiter ging und dann erst die Ikea-Schraube im Langloch befestigt. Damit die zweite Schraube durch Lochplatte und Rohrschelle gesteckt werden kann, müssen Schelle und Platte leicht gegeneinander gedrückt werden.

Nun muss eigentlich nur noch die Ikea-Schraube festgezogen werden. Auch dafür habe ich erst mal keinen Schraubendreher verwendet, denn da die Ikea-Schraube diesen großen Kunststoff-Kopf hat, lässt sie sich prima mit der Hand festdrehen. Die Mutter hinten hab ich dabei nur etwas festgehalten. Wenn alles sitzt wie es soll, kann man die beiden Schrauben fest anziehen.

Unten macht ihr dann genau das Gleiche, nur natürlich an der zweiten Stange vom Rollwagen. Und auf der anderen Seite auch … FERTIG!

Jetzt muss nur noch eingeräumt werden und der Rollwagen ist bereit für seinen Einsatz.
Ich hab mir mal ein paar Zubehörteile mitgenommen und ausprobiert, wie sie hin passen. Es kommen aber sicher noch ein paar Behälter mit Deckel hinzu:

Total cool ist, dass man auch auf der Rückseite der Platte, also innerhalb des Wagens, Behälter oder Haken anbringen kann!

Sogar Papierkram, der noch nicht final verräumt werden kann, weil man ihn noch benötigt, kann hier untergebracht werden.
Einfach unten zwei kleine Haken stecken, auf die die Blätter gestellt werden können und ein bis zwei Gummis zum fixieren. Total praktisch!

Sooo, das war jetzt doch etwas mehr Text als gedacht, aber ich hoffe so ist es für Jedermann oder -frau nachvollziehbar. Sollten doch noch Fragen auftauchen, dann könnt ihr mich natürlich jederzeit hier über die Kommentar-Funktion ausquetschen.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Nachmachen, bleibt alle gesund und lasst euch von der ganzen Corona-Panik blos nicht verrückt machen! ♥ #niemandbrauchtsovielklopapier #stayathome

P.S.: Wenn ihr beim Baumarkt eures Vertrauens bzw. online nicht die selben Rohrschellen findet (z.B.: mit kürzeren Seitenteilen und zwei Löchern), dann müssen natürlich die Positionen der Schrauben angepasst werden.
Ich hab meine beim „Hagebaumarkt“ [Werbung] gekauft, allerdings hab ich sie da online nicht gefunden. Dafür habe ich >>hier<< die selben Rohrschellen gefunden. Und sogar mit Bemaßung, damit ihr ausmessen könnt, ob ihr die richtigen habt.

Verlinkt bei DVD und HOT.

5 Gedanken zu “RÅSKOG meets SKÅDIS – Nähkram gut verstaut!

  1. Servus Verena!
    Uuuu, ich bin begeistert! Ich mag solche DIY-Geschichten sehr und freue mich, dass du dieses „Meeting“ beim DvD zeigst und gleich auch noch die Anleitung mitlieferst! Dankeschön und liebe Grüße
    ELFi

  2. Ist das eine super Idee und so toll beschrieben. Den Wagen habe ich schon hier in Gebrauch, aber so ist er noch besser einzusetzen. Die Einkaufsliste kommt schon mal in die Tasche, ich bin begeistert.
    Danke sagt Karin

  3. Ich habe deinen Wagen nachgebaut! Ich bin begeistert, hat super geklappt! Endlich liegen meine Utensilien nicht mehr wild auf dem Nähtisch, danke für die tolle Idee und die Anleitung. Liebe Grüsse

    1. Ui! Das freut mich voll!
      Vielen Dank für dein Feedback. Ich war mir ja, ehrlich gesagt, nicht sicher, ob ich alles verständlich erklärt habe. Aber offensichtlich verständlich genug.
      LG Verena

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